Die Eventmanagerin und Künstlerin Krisstine Bento Monteiro macht seit 25 Jahren Text, Digitalkunst, Fotografie, Videokunst, Performance und Installation.

Ihre symbolträchtigen Darstellungen sind Analysen und Reflexionen, die zunächst außergewöhnlich und symbolisch das Schicksal gesellschaftlicher Codes und Unterdrückungsmechanismen kritisch bis subversiv beleuchten und die Dialektik und trügerische Idylle der Systeme pointiert und exaltiert hinterfragen. Geprägt von jahrelanger Zusammenarbeit im Eventmanagement mit Musikkünstlern und Dj´s eröffnet die Künstlerin Räume, um Dualität und Erscheinungen von dualistischen und multipolaren Entitäten, die sie mit mannigfaltigen Stilweisen bearbeitet, karikaturistisch und analytisch in Szene zu setzen. Ihre Performance-Kunst konnotiert politische und soziale Themen, die sie tänzerisch und durch Bewegungsabläufe während ihrer Performance darstellend als Narrativ umsetzt. Erweitert durch eine bizarre Ästhetik der Kostümierung eröffnet sie dabei Karikaturen und ironisierte Bildsequenzen, verpackt in Glanz und Weiblichkeit durch Fetisch-Symbole. Das Fetisch Material des Latex ist dabei ihr Markenzeichen, das sie konzeptuell und technisch einsetzt um die grundierte Fläche des Materials mit Farbe auszukleiden.

Die Werke sind durch ihren besonderen Kontrast und ihre Farbgebung exzessiv rebellisch und widerständig in ihrer Elaboration gesellschaftlicher Prozesse und spiegeln Lebenskunst und Provokationsattitüde wieder. Krisstine Bento Monteiro erschafft in dieser Spielweise Identitätskonstruktionen, die strukturwiederholende und kreative subversive Elemente enthalten durch die Verbindung etablierter Images und Identitätsmuster mit neuen Inhalten. Wie in der Popmusik die Kultur, so erschafft sie durch Fotografie und Grafikdesign, Kunst und Musik, Trend und Subkultur Style als Werkzeug von Identitätsbildung, die neu erfunden wird. In diesem Spektrum von Konzeption und Strukturwiederholung werden subkulturelle Zeichen, Motive und Symbole entliehen, verarbeitet und neuen Bedeutungen zugeführt.

Durch ihre therapeutische Arbeit entwickelt die Künstlerin außergewöhnliche und innovative Perspektiven auf den interanthropologischen Raum und füllt die offenen Bruchstellen mit reflexiven künstlerischen Prozessen und darstellenden Erzählweisen für den Betrachter.

Ihre Erfahrung im Umgang mit demenzerkrankten Senioren fokussiert ihren Blick mit hohem Einfühlungsvermögen in außergewöhnliche und innovative Perspektiven. Auf humorvolle und sensible Weise ermöglicht sie eine Betrachtung auf Kunstwerke und Objekte, die jeden anspricht und auf persönliche Weise Kunst vermitteln und erfahrbar machen kann, um als Brücke zwischen Kunst und Kunstschaffenden und den Senioren fungieren zu können. Die Kreativität und Energie der Künstler wird von Krisstine Bento Monteiro auf eine ganz besondere persönliche und innovative Weise an die Senioren weitergegeben, deren Offenheit für Farben, Farbgestaltung und für kreative Prozesse ein großes Tableau und Spielraum für die Erkundung der kulturellen Gestaltungsprozesse bietet.

Der Kulturnachmittag in der Galerie Aristokrass empfängt seit sechs Monaten regelmäßig eine Gruppe von 20 Senioren und deren Betreuer und gestaltet einen Nachmittag mit Führung, Vorstellung, Konzert und Pantomimekunst. Für alle Teilnehmer ist es eine sehr berührende und emotionale, bereichernde und motivierende Erfahrung.